Dienstag, 17. November 2009

Fast so unangenehm wie ein Zahnarzttermin,

sind für mich die Termin zum Elternsprechtag. Gestern hatte ich den ersten Termin bei unserm Jüngsten (6.Klasse Realschule). Ich weiß nicht warum, aber ich hasse es einfach. Man sitzt auf dem Flur, neben anderen Leidgenossen und wartet bis sich die Tür wieder mal öffnet. Dann geht der nächste wie ein begossener Pudel hinein. Die angesetzten fünf Minuten langen hinten und vorne nicht. Wenn man dann endlich drin ist, komme ich persönlich mir vor wie auf der Anklagebank. Ich weiß nicht warum, aber mir geht es so dabei. Meistens ist es nicht so schlimm wie vorher befürchtet, denn eigentlich kennt man ja die Stärken und Schwächen seines Kindes. Weiter gehts dann, Treppen rauf und Treppen runter zu diversen Lehrern, die sich teilweise im hintersten Klassenraum verstecken. Beim nächsten angekommen immer die Frage:"Wann haben sie ihren Termin?" Letztes Jahr ist es mir passiert, das mein Termin schon vorbei war und ich eine halbe Stunde warten musste bis die gute sich herabließ mich doch noch zu empfangen. Ich habe gekocht. Aber was macht man nicht alles für die Lieben. Wenn man garnicht geht macht sich das auch nicht gut.
Also muß ich dadurch, auch nächste Woche. Dann habe ich an zwei Tagen fünf Termine bei dem Großen (9.Klasse Gymnasium). Ich mag noch garnicht dran denken.
Vielleicht geht es anderen auch so, das ist zumindest meine Hoffnung und mein Trost.

Eure Micha

Kommentare:

  1. Liebe Micha,
    jetzt kriegst Du auch noch den ersten Kommentar von der Gegenpartei, doch uns sagt das ja keiner so deutlich.
    Ich habe erst die Sprechabende an der Grundschule hinter mir, weiß nicht, ob es mir selber an den weiterführenden Schulen genauso gehen wird wie Dir?
    Mein Anliegen ist es nie, die Eltern anzuklagen, es geht mir persönlich immer um´s Kind, und in erster Linie steht mein Helfersyndrom vorne an, aber auch das ist nicht bei allen Eltern gefragt, vielleicht auch nicht allen klar.
    Ich werde heute noch mal in mich gehen, meine letzten Gespräche reflektieren und hoffen, dass es bei mir anders war.
    Ich denk´s mir wieder jeden Tag, wir arbeiten mit Kindern und Jugendlichen zusammen, die ein Recht darauf haben, Ernst genommen zu werden - ich versuch´s jeden Tag, hoffe, dass es ankommt und gebe nicht auf.
    Ich denke auch, dass man die eigenen Kinder doch gut kennen müsste, dann geh´ doch ganz selbstbewußt hinein !
    Allerliebste Grüße Gabi
    (sitze heute zuhause und hüte die kranke Kleine)

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  2. Wie? Einzelgespräche??? Das kenne ich gar nicht. Bei uns war das damals so, das alle Eltern in der Gruppe mit dem Lehrer gesprochen haben.
    Naja, so haben Einzelgespräche sicherlich auch ihre Vorteile. Aber ich kann nachfühlen, dass Du Dich wie auf einer "Anklagebank" fühlst. Denk mal nur, so geht es den anderen Eltern auch, geteiltes Leid ist halbes Leid ;) Und zum Glück sind ja gar nicht alle Lehrer "Ankläger"!

    Grüße,
    Maria

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  3. Hallo Micha,
    so ist es mir auch immer ergangen. Zum Glück ist es jetzt so, dass nur noch Termine vergeben werden, wenn sie die Eltern sprechen möchten. Puhhhhh, was bin ich froh darüber!!! Aber es bleibt immer noch der Elternabend und den finde ich genauso unangenehm!!!
    Ganz liebe Grüße Barbara

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  4. Na, das ist ein Thema, da kann ich zwar nicht mitreden, aber ich glaube ich weiß was du meinst.Ich schließe mich der Meinung von Gabi an, geh ganz selbstbewusst da hin...denn DU kennst deine Jungs am Besten und eins ist sicher, du bist eine tolle Mutter. DAS bestätigen dir die beiden mit Sicherheit.
    LG vom Schwesterherz

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  5. Zum Glück sind meine beiden schon einige Jahre aus der Schule raus, das ich sowas hinter mir habe.
    LG
    Annette

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  6. Liebe Micha,
    keine Angst ich nehm so was nicht für krumm, finde´s sogar gut und es war sicher einen Denkanstoss wert.
    Hab´s mir fast gedacht, was dein Schwesterherz da über dich geschrieben hat.
    Liebe Grüße Gabi

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  7. das musste meine Mutter auch immer durchmachen. Ich weiß bis heute nicht was da besprochen wurde.
    Ich las das mit dem Reihenhaus für eure Katzen - das ist ja super geworden, Kompliment an dem Baumeister! Viele Kunden erzählen mir, das sie das auch versuchen, es ist halt so, Katzen haben ihren eigenen Kopf - es freut mich dass die beiden das annehmen und begriffen haben.
    Ich möchte mich noch mal für deine lieben Kommentare bei mir herzlich bedanken. Ich hab ja zzt vieles im Kopf, nach der Prüfung halt die Renovierung der Zimmer, dann die Vorweihnachtszeit und im Laden ist sehr viel zu tun. Ich versuche aber jede freie Stunde für mich aber auch zu genießen, muss aber noch dran denken, dass auch Hausarbeit anliegt...Aber es wird schon. LG Chrissi

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